Ein zwölfjähriger, in der Zeit des Krieges früh gereifter Junge, Berthold Wichmann, steht im Mittelpunkt der Handlung. – Seit wenigen Tagen schweigen die Geschütze in Berlin. Die Stadt ist eine einzige Trümmerwüste. Berthold erkennt, dass bereits ein neuer Krieg im Gange ist, ein Krieg der Interessen. Die verschiedensten Kräfte sind in der zerbombten Stadt am Wirken: Die Besatzungsmacht, Schieber, alte Nazis, Kommunisten, Bürokraten, Denunzianten. <br /> Bertholds Cousin, ein fanatischer Werwolf, versucht, ihn für den Kampf gegen die Besatzer zu gewinnen. Sein Freund Erwin will ihn vom Kommunismus überzeugen. Das geheimnisvolle Mädchen Marie bringt seine Gefühlswelt in Aufruhr. <br /> Er lernt aufrechte Menschen wie den Kommunisten und ehemaligen KZ-Häftling Jan Möller und 'das Fräulein Doktor' kennen (in dieser literarischen Gestalt stellt sich die Autorin selbst dar bzw. die Romanfigur Jutta aus 'Jan und Jutta'), die aufgrund ihrer mutigen Menschlichkeit zu seinen neuen Helden werden. <br /> Berthold begreift, dass eine neue Welt im Entstehen ist, und dass er und seine Mitstreiter die Kraft und die Möglichkeit haben, sie aktiv mitzugestalten. <br /> <br /><em>Die große Erzählung 'Bertholds neue Welt' aus dem Nachlass Liselotte Welskopf-Henrichs ist die Fortführung ihrer Romane 'Jan und Jutta' und 'Zwei Freunde' in der unmittelbaren Nachkriegszeit.</em>
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Warum zieht es Tausende Jugendliche in den „Islamischen Staat“? Wie groß ist die Gefahr für Europa? Welche Ziele verfolgt der IS? Und wie kann die Gruppe besiegt werden? Im Gespräch mit Sympathisanten, Opfern und Augenzeugen der Brutalität des „Islamischen Staates“ in Syrien, dem Irak und anderen Staaten des Nahen Ostens beantwortet Petra Ramsauer diese zentralen Fragen. Hautnah porträtiert sie die bislang gefährlichste Terrorgruppe des 21. Jahrhunderts: Sie entlarvt ihre Motive und das System der Gehirnwäsche, die Teenager aus Wien, Berlin und London zu brutalen Killern macht. Die routinierte Krisenreporterin zeigt auf, warum auch Österreich und Deutschland zu zentralen Rekrutierungsländern wurden und wie Gehirnwäsche und Propagandavideos im Hollywoodformat die barbarische Gruppe zum Magnet für Jugendliche machten. Der Illusion eines „Paradieses im Kalifat“ steht die Realität von brutalen Misshandlungen und archaischen Körperstrafen gegenüber, mit dem Ziel, den gesamten Nahen Osten zu erobern und dem Westen den Krieg zu erklären.
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Die Autorin zeichnet die Schicksale zweier Menschen nach, die sich durch ihre Herkunft, Bildung und ihren bisherigen Lebensweg grundsätzlich unterscheiden. Jan Möller wird als Sohn von aus Ostpreußen eingewanderten Eltern in der Marsch geboren. Er wächst in bittere Armut und harte Arbeit hinein; mit zehn Jahren hütet er Kühe, mit vierzehn wird er Knecht. Schließlich nimmt er eine Zimmermannslehre auf. Als Geselle lernt er sich zu wehren, und so tritt er nach den Jahren seiner Wanderschaft erst der SPD, dann der KPD bei. 1933 wird er zu Stade in 'Schutzhaft' genommen, was ihn nicht davon abhält, nach der Freilassung in der Illegalität äußerst intensiv politisch aktiv zu werden. Im August 1934 wird er deshalb abermals verhaftet. Zuchthausjahre in Celle, Gefängnismonate in Hannover und schließlich Einlieferung in das KZ Sachsenhausen folgen. – Endlos lange Jahre hinter Gittern und Stacheldraht. <br /> Dr. Jutta Hartung hingegen wuchs wohlbehütet in bürgerlichen Verhältnissen in Berlin auf. In der Nazizeit ist sie in einer Wirtschaftsbehörde angestellt. Ihre natürliche Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft veranlassen sie zum Handeln. Sie unterstützt heimlich ein jüdisches Ehepaar. Als das Paar dann von den Nazis abgeholt und in ein Lager gebracht wird, empfindet sie Mitschuld an dem Schicksal dieser beiden alten Menschen, die sie nicht hatte retten können. <br /> Eines Tages beobachtet sie, wie in einem benachbarten Haus KZ-Häftlinge unter SS-Bewachung arbeiten. Auch Jan ist unter den Häftlingen. Die SS-Leute mit Zigaretten bestechend bringt sie den Häftlingen nun alle paar Tage Essen. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten lässt Jan, der schon lange einen Kontakt nach außen sucht, der unbekannten Helferin einen Brief zukommen. Dies ist der Auftakt zu einer Entwicklung, die das Leben von Jan und Jutta für immer verändern wird. <br /> <br /><em>Der Roman schildert wahrheitsgetreu die Erlebnisse der Autorin unter dem Namen Jutta Hartung sowie die ihres späteren Mannes Rudolf unter dem Namen Jan Möller.</em>
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Nikolaus Andresen (1884-1915) und seine Zeit. Eine historische Biographie Dieses Buch zeichnet das Leben meines Großonkels Nikolaus Andresen nach, der in Ulsnis an der Schlei als Sohn des Dorfschullehrers Franz Andresen aufgewachsen ist, in Flensburg sein Abitur ablegte und vor dem Ersten Weltkrieg an den Universitäten Tübingen, Kiel und Berlin Geschichte und Germanistik für das Höhere Lehramt studierte. Nach seiner einjährigen Dienstzeit als Rekrut kam er 1913 als Studienassessor an die Husumer Gelehrtenschule. Als im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete er sich freiwillig und wurde Offiziersstellvertreter in der 2. Kompanie im I. Bataillon des 84. Infanterie-Regiments von Manstein (Schleswigsches). Er machte den Vormarsch bis zur Marne und den Stellungskrieg im Westen mit und fiel 1915 bei einem Angriff an der Spitze seiner Kompanie in Ostpolen. Seine eindrücklichen Briefe, darunter viele aus der Kriegszeit, werden hier mit anderen Kriegserinnerungen seines Regiments verglichen. Auf diese Weise entsteht eine spannende, detailgetreue historische Biographie.
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In diesem Band »Berliner Novellen« werden zehn Großstadtnovellen Clara Viebigs zusammengefasst. Sie spielen im Berlin ihrer Zeit und in sehr unterschiedlichen sozialen Milieus. Dabei durchzieht wie ein roter Faden Clara Viebigs Menschlichkeit die Erzählungen. Ob im Erziehungsheim oder in der bürgerlichen Villa, ob unter Straßenjungen oder in der Ausbildungskompanie, stets ist den Protagonisten die Empathie der Autorin gewiss. Es ist diese tiefe Menschlichkeit, die das gesamte Werk Clara Viebigs prägt und ihren Ruf als große Erzählerin begründet hat.
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Zwei Leichen im barocken Kloster Neuzelle geben Enne von Lilienthal, der ehemaligen Fall-Analytikerin des LKA Berlin, Rätsel auf. Warum wurde einer der Toten in Büßerpose auf dem Kirchenboden platziert? Welche Verbindung besteht zwischen den beiden Mordopfern, einem Pfarrer und einem renommierten Professor? Schritt für Schritt kommt Enne gemeinsam mit ihrem Sohn Maik, Kommissar in Potsdam, einem Familiengeheimnis auf die Spur - doch damit ist der Fall noch lange nicht gelöst. Als Enne erkennt, wie tief sie in die Vergangenheit eintauchen muss, ist sie längst in tödlicher Gefahr.
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Eine rasante Komödie über (politischen) Irrsinn, Freiheit und die große Liebe - und darüber, dass Wahrheit manchmal zwei Seiten hat. Nach einer wahren Begebenheit. Als im West-Berlin der 68er-Zeit die Studentenrevolten ausbrechen, sieht die SED die historische Chance des Sozialismus gekommen: mit selbstproduziertem LSD soll die Westjugend wehrunfähig gemacht werden. Die Ost-Partei schmuggelt daraufhin die beiden als Hippies verkleideten Brüder Rainer und Lutz Kramer über die Grenze, um den Klassenfeind mit LSD-Kaugummis in den Wahnsinn zu treiben. Bis einer der beiden Brüder das Hippie-Mädchen Barbara kennen lernt und selber vor Liebe fast den Verstand verliert... Schon bald bekommen sich die ungleichen Brüder in die Haare: Der eine, einmal am Kelch der Freiheit gerochen, möchte nie wieder zurück in den Osten, der andere, streng parteilinientreu, sieht in dem irren Trip tatsächlich eine Mission für den Sozialismus.
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Die Tante hatte zuviel Geld, der Ehemann war im Weg, der Diener wollte kündigen , der Liebhaber wurde lästig – und die vollbusige Geheimrätin aus Berlin hatte für sie alle ein Mittelchen parat: Arsenik.
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