In der völlig neuen Romanreihe "Fürstenkrone" kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt. Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit. "Fürstenkrone" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Also, Frau Kronegger. Sie wissen Bescheid«, wiederholte Dr. Elisabeth Marval geduldig, während sie ihre große schwarze Tasche zuschnappen ließ. »Immer vor dem Essen eine Tablette, und vor allem unbedingt im Bett bleiben!« »Ja, Frau Doktor!«, sagte die alte Frau ergeben. »Das gilt auch für Sie, Kronegger!« Elisabeths Stimme wurde um einen Grad strenger. »Ihre Frau darf auf keinen Fall aufstehen. Sonst muss sie ins Krankenhaus, und das wollen Sie doch bestimmt nicht.« »Um Gottes willen, nein!«, rief der Bauer sichtlich eingeschüchtert. »Ich werde schon aufpassen auf die Barbara. Soll mir doch bald gesund werden.« »Das wird sie auch, wenn Sie tun, was ich Ihnen sage. – Und das Fenster dürfen Sie ruhig ein bisschen aufmachen. Frische Luft schadet Ihrer Frau nicht.« »Ja, Frau Doktor!« Der Bauer hastete zum Fenster, öffnete mühsam den verschlossenen Riegel und ließ den Flügel auf. Die stickige Luft, die sich beklemmend auf Elisabeths Brust gelegt hatte, wurde sofort ein wenig frischer. »Übermorgen komme ich wieder!« Sie hob mahnend den Finger. »Und schön folgen, Frau Kronegger!« Sie ging zu ihrem Wagen und atmete fast gierig die kühle Luft ein, die vom nahen Wald herüberstrich. Von gut gelüfteten Zimmern hielten die Bauern von Lichtenau immer noch nicht viel. Es war nicht immer einfach mit den Patienten in Lichtenau! Sie wusste das aus zahlreichen Erzählungen ihres Großvaters, und sie kannte sie selbst, seit sie als junge Studentin in ihren Ferien diesem in seiner Praxis geholfen hatte. Welch kuriose Dinge waren da schon passiert. Dem Beispiel ihres Großvaters folgend, hatte sie es sich angewöhnt, ihre Verordnungen nicht nur genau aufzuschreiben,
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80 Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich liegt erstmals eine Studie vor, die den Anschluss 1938 in allen Bezirken Tirols und in der Landeshauptstadt beleuchtet. Zwölf Beiträge analysieren den Aufstieg der NSDAP, NS-Terror und deutschnationale Traditionen einer Grenzstadt, Verfolgung und Rache, Gleichschaltung und Propaganda. Gewalt und Ausgrenzung, aber auch sozialpolitische und alltagskulturelle Angebote waren für die Mehrheit der Tiroler Bevölkerung attraktiv. Sie schmiedeten die NS-Volksgemeinschaft zusammen. Der vorliegende Band macht dies auch aus erfahrungsgeschichtlicher Perspektive sichtbar. Nutznießerinnen aus dem Kreis des Bundes deutscher Mädel kommen ebenso zu Wort wie ein betagtes jüdisches Ehepaar und eine jüdische Familie, deren umfangreicher Briefverkehr nun vorliegt. Viele Ablichtungen und ein eigener Foto-Essay erschließen neue visuelle Blickwinkel. Wenig beachtete öffentliche und private Vorfälle belegen, welch widersprüchliche, teils absurde Auswirkungen die politischen Ereignisse des März 1938 in den Tälern und auf den Bergen Tirols hatten.
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Ein Schüler. Eine Mission. Ein Wahnsinn. Niemand ahnt, welch unvorstellbare Gedanken im Kopf des Gymnasiasten Maximilian K. zu einer Schreckenstat heranreifen und eines Tages in einem nie dagewesenen Blutbad enden. Doch was sind die Gründe für diese Tat? Einblicke in seinen Lebensweg bringen erschreckende, aber auch traurige Erkenntnisse ans Licht.
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Der schwarze Segler hatte seine Reise gen Norden angetreten. Denn Thorfin Njal, den Wikinger, zog es mit unwiderstehlicher Macht in die Gefilde seiner Väter. Außerdem beabsichtigte er, den Seewolf dort zu treffen, seinen alten Freund und Kampfgefährten, mit dem er schon die ganze Welt umsegelt hatte. Doch dann passierte die Sache mit Diego, dem dicken Wirt von Tortuga, den sie zu ihren besten Freunden zählten. Ein Wahnsinniger, der "Admiral", machte Tortuga unsicher und hatte Diego gefoltert, um Näheres über die Schlangeninsel und ihre sagenhaften Schätze zu erfahren. Der Wikinger fackelte nicht lange. Zusammen mit der Roten Kosarin, Jean Ribault, Karl von Hutten und vielen anderen, deren Heimat die Schlangeninsel inzwischen geworden war, brach er auf, um mit dem "Admiral" abzurechnen. Aber sie merkten bald, mit welch teuflischen Gegner sie es zu tun hatten. Über Tortuga brach ein gewaltiges Strafgericht herein, das in einem Inferno aus Rauch und Feuer endete. Aber als Thorfin Njal und seine Wikinger dann endlich endgültig gen Norden aufbrachen, hatte für die Schlangeninsel ein neuer Abschnitt in ihrer Geschichte begonnen...
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Die Schmach, die Caligula ihm angetan hatte, indem er ihn auspeitschen ließ, hatte Jean Ribault nicht vergessen. Alles in ihm schrie nach Rache. Und er fand eine Bundesgenossin in der Roten Korsarin, die ebenfalls Rache wollte. Gegen den Rat des Wikingers warteten Ribault und die Rote Korsarin die Rückkehr des Seewolfs nicht ab, sondern verließen die Schlangeninsel und begannen ihren Rachefeldzug gegen die Black Queen und Caligula. Sie wußten, daß die Queen ihren geheimen Schlupfwinkel in der Todesbucht auf Grand Cayman hatte. Weder Ribault noch Siri-Tong, die Rote Korsarin, begingen den Fehler, die beiden zu unterschätzen. Sie wußten genau, welch ein riskantes und tödliches Unternehmen es war, sich in den Schlupfwinkel der Schwarzen Piratin einzuschleichen. Und wieder spürten sie dabei das Grauen, das über jener Bucht des Todes lagerte. Doch dann wurden sie entdeckt. Caligula begann mit allen seinen Männern und Schlagetots eine erbarmungslose Jagd. Es gab einen Kampf auf Leben und Tod - aber die Rote Korsarin und Jean Ribault unterlagen schließlich der gewaltigen Übermacht. Hohnlachend trat Caligula vor sie. Er ließ keinen Zweifel daran, was ihnen jetzt blühte: ein Tod, wie ihn noch keiner gestorben war. Als die Queen in die Bucht zurückkehrte, sprach sie das Todesurteil. "Werft beide in den Vulkankrater am Auge der Götter. Das wird uns die Feuergötter gewogen machen, sie lieben solche Opfer..." Der Berg begann am Auge der Götter zu grollen. Es schien, als hätten die Feuergötter verstanden und warteten nun begierig auf das ihnen versprochene Opfer...
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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration. Erhitzt und atemlos betrat Jessica Marten Dr. Nordens Praxis. »Entschuldigung, ich habe mich verspätet, Loni«, sagte sie mit rauher Stimme. »Macht doch nichts. Wir haben immer noch zu tun«, erwiderte Loni. »Sie sollten nicht so hasten, Jessica. Was macht der Hals?« »Geht schon besser. Ist noch jemand im Wartezimmer?« »Ein netter junger Mann. Er ist auch erkältet«, lächelte Loni. Auf Jessica wartete allerdings eine Überraschung, als sie das Wartezimmer betrat. Der junge Mann sprang auf und starrte sie an. »Du, Jessi?« rief er aus. »Welch ein Zufall!« »Ich bin baff«, staunte sie. »Ich denke, du bist in Afrika, Nico?« »Bin auf Urlaub. Mein Großvater ist gestorben«, erwiderte er. »Oh, das tut mir leid.« Jessica wußte nichts anderes zu sagen. Sie hatte auch gar nicht gewußt, daß Nico Al-brecht noch einen Großvater hatte. Ihr war nur bekannt, daß er mit seiner Mutter in recht bescheidenen Verhältnissen gelebt und sich sein Studium erarbeitet hatte. Sie selbst hatte bei Nico Nachhilfestunden in Physik und Chemie genommen und als Fünfzehnjährige sehr viel davon profitiert. Seither waren vier Jahre vergangen. »Hast du dein Abi geschafft?« erkundigte er sich. »Ganz prima sogar. Und zu dir müßte ich jetzt wohl Herr Doktor sagen.« »Ach was, ich freue mich, daß wir uns mal wiedersehen, Jessi. Was fehlt dir?« »Ich hatte eine Halsentzündung, und was fehlt dir?« »Grippe. Der Klimawechsel ist mir nicht bekommen.« »Und so sehen wir uns bei unserem guten Dr. Norden wieder, der mir damals auch den excellenten Nachhilfelehrer vermittelt hat. Es wird dich sicher freuen, daß ich Physik mit einer glatten Zwei abgelegt habe.« »Fein, und wie war es mit
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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration. Dr. Daniel Norden war zu Henriette de Bloom gerufen worden, schon zum dritten Mal innerhalb einer Woche. Das gab ihm zu denken, denn die alte Dame war alles andere als wehleidig. Die strengen Maßstäbe, die sie an andere Menschen legte, waren auch für sie selbstverständlich. Sie war eine Respekt einflößende Persönlichkeit von ganz besonderer Eigenart. Aus baltischem Adel stammend, in großartigen Verhältnissen aufgewachsen, hatte sie sich in weitaus bescheidenere hineinleben müssen. Der Vater war gefallen, aber weitsichtig genug, hatte er seine Frau und seine Kinder bereits vorher nach Schweden geschickt. Allzu viel hatten sie nicht mitnehmen können, aber doch genug, um nicht in Armut leben zu müssen. Resolut hatte die erst siebzehnjährige Henriette dann der lebensfremden, verwöhnten Mutter alles abgenommen, auch die Erziehung der beiden jüngeren Geschwister. Die Mutter konnte den Verlust des Besitzes, den Tod des Mannes nicht verwinden. Sie starb, als Henriette zwanzig war. Ohne lange zu überlegen, hatte sie den doppelt so alten Großkaufmann Haldan de Bloom geheiratet, einen Dänen, der auch für ihren Bruder Rasmus und ihre Schwester Freda sorgte. Sie hatte es nicht bereut. Es ging besser, als sie geglaubt hatte, und als sie ihrem Mann den Sohn Marian schenkte, beherrschte sie ihn völlig. Dies alles wusste Dr. Norden nicht von ihr. Marian de Bloom hatte es ihm erzählt, als seine Frau starb. Da war seine Tochter Bianca zehn Jahre alt, und Marian de Bloom sagte, welch ein Glück es sei für das Kind, dass seine Mutter schon immer bei ihnen gelebt hätte. So lange kannte Dr. Norden diese
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Seit 1974 eilt die großartige Serie von Patricia Vandenberg von Spitzenwert zu Spitzenwert und ist dabei längst der meistgelesene Arztroman deutscher Sprache. Die Qualität dieser sympathischen Heldenfigur hat sich mit den Jahren durchgesetzt und ist als beliebteste Romanfigur überhaupt ein Vorbild in jeder Hinsicht. Als Dr. Nordens Sprechstundenhilfe Loni bei Glatteis unglücklich stürzt und mehrere Wochen in der Behnisch-Klinik verbringen muß, ahnt noch niemand, welch turbulente Zeit der Arztfamilie bevorsteht. Als Ersatzkraft für die Praxis vermittelt das Arbeitsamt eine junge Mutter, die umwerfend attraktive Katharina Fürchtegott. Den Nordens ist die selbstbewußte Kitty auf Anhieb sympathisch, doch sie erfahren bald, daß Theo, der Vater ihres kleinen Sohnes, noch verheiratet ist. Theos intrigante Ehefrau Antonia stiftet viel Unruhe mit der Behauptung, Kitty wolle nun die Ehe der Nordens zerstören... "Brrr", machte Fee Norden, als sie die Zeitung hereinbrachte. "Eisig ist's und die reinste Rutschbahn. Paß nachher bloß auf, Daniel." "Rutschbahn!" riefen die Buben begeistert und wollten gleich hinaus. "Nichts da!", sagte Fee energisch, "ich bin auch beinahe auf die Nase gefallen." "Ich streue gleich", sagte Lenni. So begann dieser Februarmorgen. Am Vorabend hatte es noch in Strömen gegossen und den letzten Schnee weggetaut, dann hatte es wieder Frost gegeben. "Da wird es wieder Unfälle hageln", meinte Daniel, nicht ahnend, daß ihn ein solcher in große Bedrängnis bringen sollte. Er fuhr sehr langsam, sehr vorsichtig, und andre taten das auch, obgleich die Streufahrzeuge schon unterwegs waren. Bis zu seiner Praxis gelangte Dr. Norden ohne Zeuge eines Unfalls geworden zu sein, aber gerade dort vor der Tür hatte sich ein Menschenauflauf gebildet. Fast hätte Dr. Norden doch alle Vorsicht vergessen, aber als er schon beim Aussteigen spürte, wie glatt es unter seinen Füßen war, ging er bedächtig. Und dann kam das Erschrecken, denn am Boden lag Loni.
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