Karl Klammer war mit seinen Übersetzungen von François Villon und Arthur Rimbaud ein Wegbereiter des Expressionismus im deutschen Sprachraum. Durch diese zwei Bücher hat auch Bertolt Brecht die damals kaum bekannten französischen Autoren kennen und schätzen gelernt. Der Plagiatsstreit rund um die Dreigroschenoper, entfacht von Alfred Kerr, wurde laut Klammer in finanzieller Hinsicht gütlich bereinigt. Von der ersten Abrechnung der deutschsprachigen Bühnenrechte kaufte er seiner Frau einen kleinen Weingarten und ließ einen "Dreigroschentropfen" keltern. Aber die Filmrechte blieben unerwähnt. Brecht war nach außen hin ein kaltschnäuziger Plagiator, der sich seiner "Laxheit in Fragen geistigen Eigentums" rühmte und auf sein Konzept der "Intertextualität" pochte: Zitate aus alten Werken anonymisiert in einen neuen Rahmen zu stellen. Gegenüber Klammer zeigte sich Brecht allerdings als reuig und war um Wiedergutmachung bemüht. In diesem Buch werden erstmals die Briefwechsel zwischen Klammer und Brecht sowie Klammer und Kerr veröffentlicht, zugleich auch Klammers umfangreiche Korrespondenz mit Stefan Zweig, in der die beiden sogar ihre Erfahrungen mit der "Maladie" austauschten: "Auch meine war natürlich von einem 'anständigen Mädchen'." Warum wurde Zweig letztlich zu einem Feindbild Klammers? In einem Brief vermerkte er, dass er mit Zweig "aus rassischen Gründen" gebrochen habe. In hohem Alter war Klammer dann mit Felix Braun eng befreundet, mit genau jenem Felix Braun, der Zweigs exhibitionistische Eskapaden in Wiener Parks mit einer nur schwer zu übersehenden Andeutung literarisch verarbeitet hatte. Das Buch ist auch die Lebensgeschichte eines vergessenen Österreichers, der die Zeit vom Zusammenbruch der Monarchie bis zum Wiederaufbau in den 1950er Jahren erlebte. Er war als Dragoneroffizier in Ostgalizien, dicht an der Grenze zu Russland, ein genialer Übersetzer französischer Lyrik, später führte er als geschäftsführender Gesellschafter den kartografischen Verlag Freytag & Berndt durch zwei Diktaturen. Als überzeugter Altösterreicher hasste er die Deutschnationalen und weigerte sich der NSDAP beizutreten. Brecht war für ihn allerdings ein "Mordsbolschewik" - es war auch die Zeit des Brecht-Boykotts an Wiener Bühnen. Rahmenhandlung des Buches ist Wolf Biermann: Er hatte bei einem Liederabend in Wien den Anstoß gegeben, die genaue Lage des Weingartens zu erkunden. Robert Sedlaczek zeigt, in welch hohem Maße Biermann von Villon und von Brecht beeinflusst war.
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Martin lebt mit seiner Familie in einem alten Fachwerkhaus mit einem grossen Garten. Er ist oft mit Oma und Opa zusammen, weil seine Eltern viel arbeiten müssen. So lernt er von den beiden vieles über den Garten, seinen reichen Segen und dessen fantasievolle, weit gefächerte Verwendung. In diesem Buch geht es mir darum viele Aspekte zu vereinen. Als erstes möchte ich den Kindern zeigen, wie schön unsere Natur ist, welch ein Wunder, dass säen, pflanzen, wachsen sehen und ernten ist. Aber auch deren Nützlichkeit und ihre vielfältige und sinnvolle Verwendung. Die Achtsamkeit im Umgang damit möchte ich ihnen vermitteln und die Dankbarkeit für diesen reichen Segen. Ich möchte ihnen zeigen, wie sinnvoll für das Leben dieses Wissen darum ist und auch wer keinen Garten hat, kann sich damit versorgen, es achtungsvoll Nutzen für eine gesunde vielseitige Ernährung. Ich möchte zeigen, dass Wissen und Verantwortungsgefühl eine grosse Rolle für die Umwelt und damit für uns selbst spielen. Und dass man immer lernen kann und soll, Oma und Opa sind eine Generation, die schon viel Wissen und Erfahrungen gesammelt hat, von der wir lernen können, sollen auch. Das Alter achten, es Ehren und von ihm lernen, wo es angebracht ist. "Alt" soll nicht mehr abwertend oder abfällig genannt werden. Nicht zuletzt möchte ich aufzeigen, wie beglückend und bereichernd gemeinsame Tätigkeiten sein können, für jeden einzelnen und für die Verwandten, die Familie, wenn sie freiwillig erfolgt und trotzdem Raum lässt für Individualität. Das Leben leben. Und das als erstrebenswert empfinden. Martins Brüderchen Martin, der sich anfänglich sehr auf sein Brüderchen freut, erlebt, wie sich alle um Christian, sein Brüderchen kümmern und er nicht mehr der Mittelpunkt der Familie ist. Es fällt Martin schwer sich damit abzufinden und er beginnt sich zu verändern, zieht sich zurück. Aus dem liebenswerten hilfsbereiten Martin wir ein verschlossener kleiner Junge, welcher zutiefst unglücklich ist und sich so sehr in das Leben vor Christian zurücksehnt. Doch dann passiert etwas, was Martin erkennen lässt, wie sehr er eigentlich an seinem Brüderchen hängt und verstehen lässt, was nun wichtig ist. Er wächst über sich hinaus und wird wieder der Martin, der er vorher war und nicht nur das, er wird der beste Bruder, den man sich wünschen kann.
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Für viele Menschen gehört Kochen zur täglichen Routine. Wir kochen für uns und unsere Familie, für Freunde und Kollegen, und freuen uns über ein gelungenes Gericht. Oft muss es möglichst schnell gehen, mal wird es aber auch ein Festessen, das alle unsere Sinne anspricht. In genau diesem Moment wird uns bewusst, dass Kochen mehr vermag, als einfach nur satt zu machen. Sechzehn Autoren – darunter Köche, Food-Aktivisten, Journalisten, Blogger, Gastrokritiker, Wissenschaftler und natürlich Philosophen – schreiben über diesen besonderen Moment und definieren dabei ihre Philosophie des Kochens. Wir erfahren, welch evolutionären Einfluss das Kochen von Speisen auf die Menschheit hatte, wie der Zen-Buddhismus die japanische Küche beeinflusst, lernen mehr über die Wahrnehmung von Geschmack und über die Fähigkeit, darüber auch sprechen zu können. Und wir verstehen, was nachhaltiges und regionales Kochen mit Einfachheit zu tun haben kann, wann Kochen politisch wird und warum die vegane und vegetarische Küche in aller Munde ist. Herausgeber Stevan Paul ist als Autor und Foodjournalist schon immer interessiert am Einfluss, den das Kochen auf unser Leben und unser Miteinander hat. In diesem Band lässt er Profis aus allen Bereichen der Kochwelt zu Wort kommen.
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Vietnam - eine Liebe, die durch Herz und Magen geht! Ein Land, das alle Sinne berührt - ob mit seinen jahrtausendealten Mythen und Geschichten, seiner bunten Vielfalt an Ethnien und Landschaftsbildern oder seinen geschmacksexplosiven Garküchen. Welch imposante Bergwelt, welch melancholisch-stille Flusslandschaften und pausenloses Lärmen der Städte! Was für ein Land der Gegensätze, die sich wundersam vereinen. Ob Tradition und Moderne, Sozialismus und Kapitalismus. Möglichst viel sehen und dabei auch erholen, in anspruchsvollem, unverwechselbarem Ambiente, das war unser Ziel zum Jahreswechsel 2024/25. Vier Wochen im "Land des Drachen", führten uns nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), zu den Ethnien ins nordwestliche Bergland, in die bezaubernde Halong-Bucht, nach Mui Ne am ostchinesischen Meer und schließlich zur Inselgruppe Con Dao. Begleitet uns auf unserer abenteuerlichen Rundreise zu zweit. Seid dabei, was gelingt - und woraus wir gelernt haben!
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Er summt leise und unauffällig in jeder modernen Küche. Der Kühlschrank ist so selbstverständlich geworden, dass wir völlig vergessen haben, welch radikalen Bruch diese Kiste aus Blech und Kältemittel in der Geschichte der menschlichen Zivilisation darstellt. Bevor Carl von Linde die thermodynamischen Prinzipien zur künstlichen Kälteerzeugung zähmte, diktierten die Jahreszeiten und lokale Ernten strikt unseren Speiseplan. Der Kühlschrank durchbrach diesen biologischen Rhythmus. Er vernichtete den Beruf des Eislieferanten, ermöglichte den massenhaften Konsum von Fleisch und Milchprodukten und legte den technischen Grundstein für die globalen Supermärkte. Der Kalte Schrank ist eine kulturhistorische und physikalische Entdeckungsreise. Das Buch erklärt die faszinierende Mechanik der Wärmepumpe, beleuchtet die ökologischen Schattenseiten der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und dokumentiert, wie die permanente Verfügbarkeit von Kühlung unsere Mikrobiome und unsere Esskultur für immer veränderte. Betrachten Sie das banalste Haushaltsgerät mit völlig neuen Augen. Verstehen Sie, wie die künstliche Kontrolle über Temperaturen die globale Landwirtschaft revolutionierte und warum unsere Abhängigkeit von der konstanten Kälte unser Konsumverhalten massiv prägt.
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Was wissen wir wirklich über unsere Eltern - und über das, was sie geprägt hat? Isabel ist Mutter zweier Teenager, Ehefrau und Unternehmerin - und fühlt sich in ihrem Leben angekommen. Das ändert sich schlagartig, als sie bei einer Entrümpelung im Haus ihrer verstorbenen Tante auf handschriftliche Aufzeichnungen ihrer Mutter Anne stößt, in denen diese von ihrer Kindheit während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Neugierig beginnt sie darin zu lesen - und wird zunächst in eine nostalgisch anmutende Alltagswelt in Oberschlesien entführt, die jedoch jäh endet, als Anne 1945 fliehen und alles zurücklassen muss, was ihr lieb und vertraut gewesen ist; sogar ihren eigenen Vater. Isabel realisiert mit Schrecken, welch tiefe Not und traumatische Verluste ihre Mutter als kleines Mädchen durchleben musste, und beginnt ihre Familiengeschichte mit neuen Augen zu betrachten. Nach und nach verändert das Lesen der Aufzeichnungen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer beiden Kinder, und sie spürt, wie sich ein tieferes Verständnis entfaltet - für ihre Mutter und für das unsichtbare Band, das ihre Familie über Generationen hinweg verbindet. Der neue Roman von Christina Maria Gerber verknüpft gekonnt eine authentische Gegenwartserzählung mit historischen Originaldokumenten aus dem Familien-Archiv der Autorin. "Durch das Feuer der Nacht" ist ein berührendes Zeitzeugnis, das eindrucksvoll zeigt, wie wichtig es ist, Geschichten weiterzugeben, und dass selbst in unseren dunkelsten Stunden stets ein Licht der Hoffnung glimmt.
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Eisleben hat nur Luther, dachte ich anfangs und war gelinde gesagt erschrocken bis erstaunt von der Vielfalt die es bot. Am Ende war ich gar verzaubert, welch sagenhaft schönen Orte und wichtige Persönlichkeiten (wie Gertrud von Helfta) sich in und um Eisleben demjenigen auftun, der sich einmal tiefer mit dieser Region bzw. seiner Heimat beschäftigt. Über 170 Sagen habe ich von der Lutherstadt und den umliegenden Ortschaften des Mansfelder Landes bis hin zum Süßen und Salzigen See zusammengetragen, um dir, lieber Leser, einen neuen Blick in eine altehrwürdige, geschichtsträchtige und kulturell interessante Region zu vermitteln. Eine Gegend, die selbst der spätantike, römische Dichter Vernantius Fortunatas als >Heiligtum der Väter< beschrieb. Nirgends in Deutschland gibt es mehr Kobold- und Geistersagen, die teils vom alten Glauben und längst vergessenen Göttern erzählen. Lass dich also über die zahlreichen Geschichten, die dich an fast vergessene Orte führen, einladen, Eisleben und Umland einmal völlig anders kennenzulernen. Komm mit unter Tage zum Bergmönch oder zu den Nixen, betritt den Steinkreis der Frau Holle oder erfahre, auf welcher Kanzel der Teufel einst Leichtgläubige betörte!
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"Sehr unterhaltsam. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen gut geschriebenen Krimi zu schätzen weiß, dessen Handlung unvorhersehbar ist. Dieser Roman wird Sie nicht enttäuschen. Eine ausgezeichnete Beschäftigung für ein kaltes Wochenende!" --Books and Movie Reviews, Roberto Mattos (bezogen auf DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK) THISTLEWOOD MANOR: UNHEIL AUF DEM BALL ist Band #3 in einer charmanten, in den 1920ern spielenden Krimireihe von Fiona Grace, der Bestsellerautorin von DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK, das über 300 Fünf-Sterne-Rezensionen erhalten hat! Seit Jahrhunderten ist Thistlewood Manor das Zuhause der Familie Montagu, ein Aushängeschild der britischen Aristokratie im ländlichen England. Aber wir schreiben das Jahr 1928 und in diesem neuen Zeitalter der Frauenrechte kehrt die 27-jährige Eliza Montagu, ein Freigeist, ihrer Familie den Rücken, um in London ein Künstlerleben zu führen. Doch als Eliza nach Hause gerufen wird, beschließt sie, dort (vorerst) zu bleiben, um ihrem Vater bei der Führung des maroden Familienunternehmens zu helfen. Die Anwesenheit ihres besten Freundes aus Kindertagen, Oliver, gibt ihr ebenfalls einen Grund zu bleiben, da sie sich fragt, ob die bis dato unerfüllte Romanze zwischen den beiden jemals Früchte tragen könnte. Im prächtigen Thistlewood Manor ist die Weihnachtszeit eingekehrt: opulent, magisch und voller Gäste. Auf dem Lande finden die Bälle des örtlichen Adels statt und Elizas jüngere Schwester, die 16 Jahre alt wird, ist fest entschlossen, keinen dieser Bälle zu verpassen – und Eliza zu jedem mitzuschleppen. Doch als sich ein schockierender Vorfall ereignet und Eliza die Leiche des von einem Balkon gestürzten Verehrers ihrer Schwester entdeckt, steht sie sofort unter Tatverdacht. Eliza ist deshalb gezwungen, die dunklen Machenschaften des Landadels zu erkunden und die Geheimnisse zu lüften, die sich hinter den Partys und Bällen verbergen, um herauszufinden, wer sich den Tod dieses Mannes gewünscht haben könnte – und warum. Doch selbst Eliza gelingt es nicht, vorherzusehen, welch schockierende Wahrheiten sie dabei enthüllen wird. THISTLEWOOD MANOR ist eine charmante historische Krimiserie, die ihre Leser in die Vergangenheit entführt und ein Krimi vom Feinsten ist: fesselnd, atmosphärisch und nicht mehr aus der Hand zu legen. Ein spannendes Buch mit schockierenden Wendungen und einem schwer zu knackenden Fall, der Sie bis spät in die Nacht wachhalten und dafür sorgen wird, dass Sie sich in eine unvergessliche Heldin verlieben. Band #4 dieser Reihe (UNTERGANG IN DER FLÜSTERKNEIPE) ist ebenfalls erhältlich.
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